Rostock vor Augen, Pelister im Kopf

Motor innerhalb 50 Stunden doppelt gefordert

Das werden knackige 50 Stunden für den HC Motor Zaporizhizhia. Heute um 17 Uhr ist die Mannschaft von Gintaras Savukynas in der 2. Handball-Bundesliga beim HC Empor Rostock gefordert. Am Dienstag um 20:45 Uhr steht dann das so wichtige European League-Spiel in Nordmazedonien an. Auch deshalb kündigt Savukynas eine größere Rotation gegen Rostock an.

Belastungssteuerung wird das große Thema bei den Ukrainern in den nächsten Tagen und Stunden sein. Klar, gegen Rostock sollen am späten Sonntagnachmittag zwei Punkte eingefahren werden. Aber der Strahlkraft eines Weiterkommens im europäischen Wettbewerb Richtung der Landsleute in der Ukraine ist sich jeder aus dem Team bewusst.

Trainer Savukynas gibt die Balance für sein Team vor: „Rostock ist zuerst unsere Aufgabe, aber es ist auch kurz vor unserem wichtigsten Saisonspiel. Deshalb werden wir den Jungs, die bisher etwas weniger gespielt haben, mehr Spielzeit geben. Das heißt aber nicht, dass wir das Spiel mit der Handbremse angehen. Wir haben eine gute Ausgeglichenheit im Kader und ich erwarte ein positives Ergebnis unsererseits gegen Rostock.“

Auch das Hinspiel Mitte September konnte Motor erfolgreich gestalten. Das 27:24 war zugleich der erste Sieg in der 2. Handball-Bundesliga für die Ukrainer. Seitdem ist allerdings innerhalb der Mannschaft viel passiert und Kapitän Zakhar Denysov und seine Teamkollegen haben mittlerweile deutlich bessere Abstimmungen und in den Spielrhythmus gefunden.

Die Norddeutschen hingegen stecken derweil tief im Abstiegskampf der 2. Liga und müssen um den Klassenerhalt bangen. Zehn Punkte stehen aktuell lediglich auf dem Konto des Aufsteigers aus der Saison 21/22. Vergangenes Jahr spielte Rostock eine überragende Hinrunde, getragen von der Aufstiegseuphorie, ist aber mittlerweile im harten Alltag der Liga angekommen.

Nur vier Siege gelangen Empor in der laufenden Saison, drei davon aber in der heimischen Stadthalle Rostock. Essen, Bietigheim und Großwallstadt sind Teams aus der oberen Hälfte der Tabelle und mussten ihre Rückreise aus dem Norden ohne eigene Punkte antreten. „Klar ist das eine anstrengende Planung. Aber wir werden das Beste daraus machen, um in beiden Spielen zu gewinnen“, glaubt Savukynas an sein Team.

Wer das Spiel in Rostock live verfolgen möchte, der kann das kostenlos im Stream hier bei Sportdeutschland.TV machen. Ab 16:45 Uhr beginnt die Übertragung. Für die Ukrainer geht es vor allem auch darum, mit einem guten Gefühl nach Nordmazedonien zu reisen, wo es dann am Dienstag ein echtes Finale ums Weiterkommen gibt.

Teilen